Sanierungsverfahren

Reinigungsverfahren:
Pump and Treat

Wasserreinigung (=Treat) durch:

Alternativ-Verfahren zu
„Pump and Treat“

(1) Synonym mit Enhanced Natural Atternuation und je nach Definition mit Reaktiven Wänden/Systemen

Aktivkohleadsorption

Verhalten von MTBE beim Stripen
Auslegung von Stripanlagen:

Leistungsbezogener Parameter:
Luft / Wasser – Verhältnis
Es gilt:
(H) (QL/QW)min = 1
Henry-Konstante ist T-abhängig :
H steigt, wenn T steigt

Schlussfolgerungen:

Eine niedrigere Henry-Konstante kann durch ein höheres Luft/Wasser-Verhältnis kompensiert werden.

In Abhängigkeit der Ausgangskonzentrationen sowie des Reinigungszieles sind i. d. R. Luft/Wasser-Verhältnisse > 200:1 erforderlich.

Auch durch Anhebung der Temperatur wird eine bessere Reinigungsleistung erreicht.

Wichtig: Bei kleinen und mittelgradigen MTBE-Grundwasserschäden ist nach den Vorgaben der TA-Luft keine Reinigung der Stripabluft notwendig. Die Abluftreinigung ist der zweitgrößte Kostenblock bei Stripanlagen. Hierdurch können erhebliche Kosten eingespart werden.

Stripen

Harzadsorption

MPPE-Verfahren:

ELTRONDEC-Verfahren

Biologische In-Situ-Verfahren = Enhanced Natural Attenuation (ENA)

In-Situ-Striping = Air Sparging

aber:
Zur Sanierung der ungesättigten Bodenzone ist die Bodenluftsanierung eine sehr geeignete Methode. Die Reinigung der MTBE-haltigen Bodenluft erfolgt i. d. R. durch Aktivkohle.

sehr gut - gut - mittelmäßig - schlecht - sehr schlecht

A1 - A.8: Pump-and-Treat-Verfahren
B - F: Alternativ-Verfahren zu Pump-and-Treat

1: Sachgerechte Auslegung der Reinigungsanlage, ggfs. vorherige Störstoffentfernung
2: Einsatz bei konkreten Sanierungsvorhaben (Feldmaßstab)
3: Zahl von ausführenden Sanierungsfirmen
4: große Schwankungsbreite
5: abhängig von Energiekosten (hier bestehen große Unterschiede)
6: bei Sanierungserfolg

Pump-and-Treat-Verfahren besitzen grundsätzlich aufgrund der gut kontrollierbaren hydraulischen Fassung des kontaminierten Grundwassers eine höhere Sicherheit als alle anderen Verfahren. Die Bewertung bezieht sich auf die Reinigungsverfahren hinter der hydraulischen Maßnahme, so dass diese zusätzliche Sicherheit nicht mit in die Betrachtung einfloss.